Warum ich podcaste

Shownotes

Warum ein Podcast? Und warum gerade jetzt?

Ein Jahr nach den ersten Episoden blickt Barbara Messer neu auf ihren Weg – und auf die Frage, für wen sie eigentlich spricht.

Mit 63 Jahren, verwurzelt am Schaalsee und zugleich im Aufbruch zu neuen Reisen und Begegnungen, erzählt sie von Veränderung, neuen Wunden und den Erkenntnissen eines bewegten Lebensjahres.

Es geht um die Kraft der Worte und um die Räume, die entstehen, wenn Menschen nicht funktionieren müssen, sondern denken, fühlen und reflektieren dürfen.

Barbara spricht über:

• ihre Liebe zum Neuen und zur Weiterentwicklung • die Erfahrung von Aufbruch und gleichzeitiger Verwurzelung • „Gnadenhöfe“ des Lebens – Orte und Muster, an denen wir festhalten, obwohl Veränderung nötig wäre • Selbstsabotage, Loyalitäten und die Sehnsucht nach Sicherheit • ihre Wege zwischen Pflege, Theater, Schreiben, Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung • und über die Frage, wie wir wahrhaftiger und bewusster leben können.

Dieser Podcast versteht sich nicht als Lehrraum, sondern als Denk- und Resonanzraum.

Eine Einladung zum Mitdenken, Mitfühlen und vielleicht auch dazu, sich selbst ein Stück näherzukommen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Warum ich Podcaste, eine Einladung zum Denken fühlen und reflektieren?

00:00:07: Ein Jahr später.

00:00:09: Ein Podcast das war neu für mich!

00:00:12: Und irgendwie ist es immer noch.

00:00:15: Ein neues Medium und alles was neu ist zieht mich an – immer wieder.

00:00:20: Heute, jetzt nun bin ich dreiundsechzig Jahre alt.

00:00:23: Eine echte Babyboomerin eine Nordfrau und ich nenne mich Horizonauten.

00:00:28: Ich bin noch mit Telefonzellen aufgewachsen Mit Tritop- und Kaugummi-Automaten Mit Wildscheiben, Telefonen und Straßen Auf denen wir als Kinder einfach unterwegs waren mit unserem Dreirad und dem Gokart.

00:00:44: Meine Kindheit gehörte einer anderen Zeit an und vielleicht liebe ich gerade deshalb das Neue so sehr.

00:00:51: Ich gehöre zu einer Generation, die gelernt hat mit Wandel zur Leben – doch überrascht mich das Leben immer wieder!

00:01:00: Die ersten Texte dieses Podcasts liegen inzwischen ein Jahr zurück.

00:01:04: Ich baue weiter an ihnen und neue kommen hinzu, aber ich blicke zurück auf die ersten Texten sowie dienen diesen hier!

00:01:12: Und es ist ein ganzes Jahr Leben – und Leben ist niemals nur die Zeit im Kalender.

00:01:18: Das Leben das sind diese Erfahrungen unsere Erfahrungen.

00:01:23: die einfach an uns vorbeiziehen und die, die uns prägen.

00:01:31: Und Menschen, die bleiben, die gehen Aufbrüche, Erkenntnisse Dieses Jahr war wie alle ein ganz besonderes Jahr.

00:01:39: Seitdem ist eben auch viel passiert.

00:01:42: Ich habe weitere neue Anfänge erlebt Neue Abschiede, neue Verletzungen Manche Wunden, manche Ereignisse waren unerwartet.

00:01:53: Manche schmerzhaft und manche eben auch sehr, sehr heilsam.

00:01:57: Ich habe erkannt welche Gnadenhilfe ich in meinem Leben gebracht habe, gebaut habe ins Leben gerufen habe dazu auch später mehr ein merkwürdiges Bild vielleicht der Gnadenhof doch ich meine damit auch mit all dem was sich jetzt hier sprechen möchte was ich in die Welt geben möchte.

00:02:16: damit meine ich auch Orte Beziehungen Gewohnheiten oder so etwas wie Gedankenräume, in denen wir etwas festhalten das längst nicht mehr frei ist sondern im unfreien gebunden.

00:02:27: Wo wir zum Beispiel retten wollen was nicht gerettet werden will wo wir aus Güte Angst und Hoffnung etwas beginnen Dinge zu versorgen die eigentlich Veränderung brauchen und die vielleicht gar nicht mehr uns selber brauchen.

00:02:39: Ich gehe meinen persönlichen Gnadenhöfen sehr auf die Spur.

00:02:43: Die kenne ich mittlerweile ganz gut Und ich sehe sie auch bei anderen.

00:02:47: Ich sehe wie Menschen sich sabotieren, weil ich es von mir selber kenne.

00:02:51: Wie wir an den Bildern festhalten – an Geschichten über uns selbst und alten Loyalitäten, an vermeintlicher Sicherheit.

00:02:57: Und das tun wir nicht aus Boßheit sondern ich denke, dass tun wir aus der Sehnsucht oder aus der Angst, aus dem Wunsch, dass irgendetwas bleibt.

00:03:07: Darüber möchte ich sprechen und über vieles andere auch Denn Läden heißt zu mich nicht perfekt zu sein oder die bessere Version von einem gestern so werden.

00:03:18: Leben heißt für mich immer wahrhaftiger zu werden, der Aufrichtigkeit dem aufrecht sein nachzugeben.

00:03:24: Vielleicht werde ich weicher ganz bestimmt vielleicht werde auch mutiger und sicher noch klarer und so podcaste ich jetzt Schritt für Schritt bewusster.

00:03:35: Ich habe mich jetzt endgültig In gewisser Weise festgemacht oben am Schalssee, in meinem gem liebten Mecklenburg im Norden mit Windwasser kranichen die ich vom Küchenfenster aus sehe und dieser Weite.

00:03:49: Dieser ganz besonderen Weite, den nur der Norden kennt.

00:03:52: Ich bin angekommen und zugleich breche auch wieder auf ein herrlicher Widerspruch!

00:03:59: Denn ich habe einen Mann kennengelernt, mit dem ich Reise.

00:04:02: kleine Reisen und große reisen durch Landschaften und Reisen durch Gespräche Fragen und Möglichkeiten.

00:04:09: Im Moment beginnen wir überhaupt.

00:04:11: Und ganz stark reisen wir ins Innen.

00:04:14: Dabei habe ich wieder einmal gelernt, Heimat und Aufbruch schließen sich nicht aus!

00:04:19: Man kann Wurzeln schlagen – und gerade dann besonders gut losgehen… ist dieses eine meiner größten Lektionen im Leben.

00:04:28: Denn mein beruflicher Weg war nie gradlinig und meine inneren Landschaft ebenso wenig, bunt es sie getupft gepunktet immer wieder anders.

00:04:37: ich war Pfadfinderin Ich habe Theater gespielt, Maskenteater und Körpertheater.

00:04:42: Ich habe fünfzehn Jahre als Pflegefachkraft gearbeitet und Menschen in ihren schwersten Stunden begleitet... ...ich habe viel gesehen vom Leben dem Sterben und der Zeit dazwischen.

00:04:53: Ich habe Bücher geschrieben, mehr als fünfundzwanzig inzwischen trainingsgegeben Menschen durch Krisen- und Veränderungen begleitet Und immer, immer ging und geht es um dasselbe Um so etwas wie einen Ausdruck oder um so etwas Wie eine Wahrheit oder umso etwas wie ein Perspektivwechsel.

00:05:11: und immer wieder diese Frage Die können wir integer leben oder die können wir tiefer Leben?

00:05:16: denn ich bin nicht nur eine schreibende Ich bin eine schweigende, eine Stille und noch viel mehr.

00:05:24: Ich liebe den Diskurs ebenso wie den Konsens, die Reflexion dem Monologen und dem Dialog.

00:05:30: Und deshalb ist sicherlich auch dieser Podcast jetzt holperig gar entstanden weil ich brauche es nicht gerade lieglich.

00:05:37: Weil manche beginnen zu sprechen ohne zu wissen wo der Gedanke landet.

00:05:41: Ich gehe aber los mit einem Bild, mit einem Eindruck.

00:05:45: Mit etwas was mich umtreibt einer Erinnerung oder auch so etwas wie einer Irritation und während die Spreche erweitert sich mein eigener Horizont.

00:05:55: Ich entdecke mich im Schreiben, mit dem Sprechen, im Denken, im Schweiben, im Weitergehen weiter.

00:06:02: Und deshalb mache ich den Podcast.

00:06:04: für wen eigentlich?

00:06:05: Für Menschen, die Lust haben zu reflektieren!

00:06:07: Für Menschen die den schnellen Antworten misstrauen natürlich für Führungskräfte verantwortliche und immer auch die Suchenden... ...für Menschen die sich trauen in den Spiegel zu schauen weil das tue ich auch Nicht nur am Morgen, sondern auch am Abend.

00:06:23: Und für Menschen denen Aufrichtigkeit wichtig ist oder Freiheit, Verantwortung – ja, auch Würde und Ja die Tugenden gehören für mich auch dazu, auch wenn ich nicht immer tugendhaft bin.

00:06:34: Ich mag ein tugendhaftes Leben aber nicht im Sinne von moralischer Perfektion.

00:06:39: das gelingt mir glaube ich genauso wenig wie den anderen.

00:06:43: Aber im Sinne vom Bemühen, von Anstand, der Frage Wie wir so aufrichtig und wertvoll wie möglich über diesen Planeten wandeln können.

00:06:53: Dieser Podcast ist kein Lehrraum, es ist auch kein Raum für Besserwisserei weil das mag ich überhaupt nicht!

00:06:59: Es ist sowas wie ein Denkraum, mein Denkraum vielleicht doch deiner oder ihrer.

00:07:04: Ein Raum für Resonanzen ist eine Einladung.

00:07:08: Und wozu möchte ich einladen?

00:07:10: Na zum Denken, tiefer denken, denken ohne Geländer sagt Hannah Arendt.

00:07:16: einen Raum zum fühlen Spür Nachsinn, auch zum Zweifeln und vielleicht wenn es gut läuft eine Einladung sich selbst ein Stück näher zu kommen.

00:07:26: Wenn ich glaube wir brauchen mehr Räume in denen Menschen nicht funktionieren müssen indem wir erst einmal sein dürfen.

00:07:33: Mehr Räumen in denen wir nicht optimiert sind, nicht der Optimierung nachgehen sondern erstmal beginnen zu verstehen.

00:07:42: Es sind auch Räume, die ich schaffen möchte in denen ich sprechen darf.

00:07:46: In denen wir sprechen dürfen über Themen wie Schatten, Hoffnung, Überliebe und Verlust, über die Würde, über den Frieden Und der Umgang mit den ganzen Zumutungen des Lebens.

00:08:00: Wenn du also Lust hast mit mir zu reisen durch Gedanken Geschichten und die Schnittstellen des Lebens dann freue ich mich.

00:08:06: Vielleicht entdecken wir unterwegs beide etwas Neues Also Ich in jedem Falle über mich Und du vielleicht auch über dich.

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