Ein erstes Gespräch mit mir selbst

Shownotes

Ein erstes Gespräch mit mir selbst – Über innere Dialoge und die Kunst, sich selbst zuzuhören

Manchmal beginnen wir zu sprechen, ohne genau zu wissen, wohin uns unsere Gedanken führen.

Und vielleicht liegt genau darin eine besondere Kraft.

In dieser ersten Folge öffnet Barbara Messer einen sehr persönlichen Denkraum und nimmt ihre Hörer mit in ein Gespräch – mit sich selbst.

Nicht als Selbstgespräch im klassischen Sinne, sondern als bewusste Form der Reflexion und inneren Begegnung.

Es geht um:

• die Kraft innerer Dialoge • Gedanken, die sich erst im Sprechen entfalten • Monolog und Resonanz • die Suche nach Wahrheit und Ausdruck • die Bedeutung des Zuhörens – auch sich selbst gegenüber • und um die Frage, wie wir uns selbst ein Stück näherkommen können.

Diese Episode ist eine Einladung:

Nicht zu fertigen Antworten. Sondern zum Mitdenken, Mitfühlen und vielleicht zu einem ersten Gespräch mit sich selbst.

Denn manchmal führen uns unsere eigenen Worte an Orte, die wir vorher noch gar nicht kannten.

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00:00:01: Das ist jetzt doch der Anfang von einem der ersten Gespräche mit mir selbst.

00:00:11: Und zwar habe ich darüber nachgedacht, warum rede ich eigentlich so gerne und warum rede auch so gerne zum einen mit mir Selbst aber auch mit anderen und vor allen Dingen für andere?

00:00:24: Letzte Woche hatte ich noch ein wundervolles Seminar in Führungskräftetraining Und ich erwischte mich immer wieder wie die Phasen, in denen ich gesprochen habe.

00:00:33: So alleine vor mir hin über die Themen des Trainings und was ich da zu denke und wie meine Einstellung ist... ...und ich sagte dann irgendein Gott!

00:00:44: Ich rede schon wieder so viel.

00:00:46: Ist das so viel?

00:00:47: Aber ich habe einfach geredet weil ich gerne spreche.

00:00:50: Ich schweige auch gerne.

00:00:51: Ich bin zugleich extrem gerne still und sorge dafür, dass ich nicht zu viele lautstärke, unnötige Gespräche überflüssiges an akustischen Störungen um mich herum habe.

00:01:06: Ich rede also gerne auch mit Menschen, mit denen es sich gut anfühlt wo kluge Gespräche entstehen, wo wir uns zuhören und uns gegenseitig inspirieren und unsere Gedankenwelten weiten und bereichern.

00:01:21: aber das mit mir selber sprechen oder das sprechen, dass reden ist etwas was ich tatsächlich mag.

00:01:28: Irgendwann habe ich gelernt meine Stimme zu mögen auch wenn sie überhaupt nicht perfekt ist und es gibt Menschen die sind mir näher die sagen Ich höre dir gerne zu also bin ich auch motiviert mit mir zu sprechen.

00:01:40: ja da denke ich natürlich über das was ich sage oder das was andere sagen und was das mit mir macht.

00:01:46: ich komme auch gerade aus einem Gespräch mit David, mit dem ich einen Podcast zusammen mache.

00:01:52: Und David ist sicherlich jemand der mich begeistert hat, berührt hat, der an mich glaubt oder mit mir diesen Raum schafft in dem wir gemeinsam reden und ich habe verstanden dass es sich lohnt mit sich selbst zu reden und mit jemanden anderen und das einfach ... Das Gespräch wird sich etwas wertvolles ist.

00:02:13: im Schweigen Denke ich, aus meiner Erfahrung kommt sowieso viel hoch.

00:02:18: Viele Menschen vermeiden Stille.

00:02:21: ja weil dann kommt was Hoch das in einem ist.

00:02:23: Dann kommen auch unschöne Seiten hoch schmerzhafte Gefühle Erinnerungen Bilder die wir vielleicht gar nicht haben wollen.

00:02:31: Deswegen vermeiden glaube Ich dass viele Menschen Sie Vermeiden Stile.

00:02:36: Stille ist ein kostbares Gut habe ich in dem Jahr im Wohnmobil gesagt Bei dem vielen Unterwegssein von twenty-fourzehn bis zwanzig fünfzehn als Business Nomaden oft schutzlos ausgesetzt war, den Geräuschen, dem Lernen der anderen.

00:02:54: Auch in einer Zeit wo die Menschen mit einem klitzekleinen fast unsichtbaren Kopfhörer durch die Straßen schreiten und mit Anderen sprechen ist für mich Unangenehm.

00:03:05: Also Lärm, Lautstärke, Gesprächsfetzen, Worte sind fast überall zumindest in den Städten hörbar.

00:03:14: Ich mag die Stille weil ich mit mir selber sein kann.

00:03:17: Ich schreibe ja auch das mit mir.

00:03:19: schreiben Tagebuch schreiben und anderes ist ja auch eine Form mit sich zu reden mit sich in den Dialog zu gehen.

00:03:27: Was bewegt mich?

00:03:28: Was ist gerade relevant, was ist unrelevant?

00:03:31: Was isst da grade?

00:03:33: Mit welchem Menschen bin ich im welchen Prozess der Beziehung?

00:03:36: Mit wem ist es grad wie?

00:03:38: Was hab' ich grade wieder gelernt über mich und andere?

00:03:42: Wo darf ich wieder ein Schattenthema aufdecken dieses Geschütz sein mit sich?

00:03:47: Und das Tagebuch ist eine Art zu

00:03:50: sprechen.".

00:03:52: Das ist ein Schluck Kaffee, die nicht nehme!

00:03:56: Ja, und der Heiko mit dem ich ja jetzt lebe- und weiterleben werde ein großes Geschenk in meinem Leben.

00:04:02: Der sagt meine Stimme ist schön.

00:04:05: Das hat er jetzt schon mehrfach gesagt und ich glaube daran und er sagte er hört mir gerne zu also spreche ich auch alleine.

00:04:15: Ich habe also das gegenüber nur in mir oder die Menschen an die ich denke, während ich spreche so wie gerade den Heiko.

00:04:22: oder heute Morgen hab ich schon über meine Tochter gesprochen welch großartige Ratgeberin sie oftmals für mich war.

00:04:35: Ohne im Gestrüpp eines gemeinsamen Gespräches zu sein, in dieser Verhederung.

00:04:40: Ja ja warte ich höre dir zu aber dann muss ich doch das und dass sagen.

00:04:44: also wenn wir das nicht haben sondern mal unsere Gedanken und Worte und Sätze länger ausbreiten können, dann vertiefen wir.

00:04:53: Wir vertiefen das was aus uns heraus will, wir geben ihm Raum.

00:04:57: ja so wie beim Schreiben Wir wissen am Anfang, wenn wir frei handschriftlich schreiben, absichtslos.

00:05:04: Also nicht im Sinne einer Geschichte oder eines Buches, eines Kapitels was wir gerade schreiben sondern vor uns hinschreiben einfach diese Morgenseiten oder wie immer man sie nennt dieses absichtslose Schreiben.

00:05:17: Wissen wir auch nichts was kommt.

00:05:18: und vielleicht gibt es dieses Absichtslosegespräch das absichtsloße Gespräch mit sich selber um eben dem Raum zu geben Was nicht der Absicht entspricht, was nicht dem Fokus entspürt.

00:05:35: Wie ein Pfeil, der in eine Richtung schießen soll.

00:05:38: und ich schaue plötzlich... ...was ist daneben?

00:05:41: Also was ist neben dem Fokuss alles noch da?

00:05:45: Was sich nicht ansprechen kann, was sich nicht wahrnehmen kann weil ich ja den Blick auf den Fokus auf das Ziel oder die Absicht habe.

00:05:53: Also beginne ich auch hier mit mir selber zu sprechen über Dinge, von denen ich denke die sind zumindestens für mich wichtig und vielleicht auch für jemanden anderen.

00:06:04: Ich glaube daran dass wir Zeit mit uns selber brauchen wo wir mit uns selbst reden und schweigen.

00:06:09: Wo wir uns selber zuhören.

00:06:10: was kommt denn da eigentlich raus wenn ich jetzt wie jetzt absichtslos spreche?

00:06:16: Mit einem kleinen Schluck Kaffee zwischendrin!

00:06:24: Da kommt die Frage, auf darf man das?

00:06:26: Darf man schlürfen, darf man mit sich selber sprechen.

00:06:28: Darf mal den Raum nehmen.

00:06:29: Nun gut es muss ja keiner zuhören!

00:06:32: Ich bezahle für diesen Podcast Platz und kaufe mir sozusagen meine eigene Redezeit wo keiner reinredet.

00:06:40: Gute Idee.

00:06:40: oder jetzt stelle man sich das Mal vor wie unsere Welt wäre wenn jeder solch eine redezeit hätte für sich wo man freiwillig dazu kommen kann und zuhört.

00:06:49: da sind wir schon fast In Konsenssituationen oder in Dialogprozessen, im Gedanken eines Rates.

00:06:58: Da sitzen mehrere zusammen und jeder hat eine Redezeit und die anderen reden nicht rein und stören nicht und greifen auf diese Zeit mit sich selber.

00:07:08: Es gibt Menschen und das schätze ich besonders.

00:07:09: Das macht mich sehr glücklich Und erfüllt mich auch als Arturin Die mich kennengelernt haben und mir zugehört haben wenn ich rede Und die dann später mein Buch lesen und sagen, wenn ich das lese Barbara, dann höre ich dich sprechen.

00:07:25: Das ist für mich etwas was ich auch schätze und woran mir liegt diese Gabe oder Kunst oder Fähigkeit in mir herauszubilden weiter herauszubilde nämlich dass was ich sage ist auch stimmig für mich.

00:07:40: Das, was ich sage ist für mich wahrhaftig.

00:07:42: Es ist wahr!

00:07:43: Ich habe darüber nachgedacht oder ich spreche es aus und betrachte es anschließend als nachdenkenswert.

00:07:53: Ja da ist eine kleine Pause weil das finde ich wichtig dass das was wir sagen stimmig ist.

00:08:00: Ich denke oftmals ein Stück im Voraus, also wenn ich den Satz beginne weiß sich einerseits nicht wie er weitergeht doch während des Sprechens gestaltet es sich heraus was ich sagen möchte.

00:08:11: Ich möchte auch dem Raum geben was dann entsteht.

00:08:14: das ist eine Art Sprach- oder Gesprächsimprovisation.

00:08:20: Ein Raum Ein Lehrerraum, wie ich ihn ja auch von Peter Brug kenne.

00:08:24: Ein Lehrerraum in dem noch nichts ist.

00:08:27: Peter Brugg sagt wenn zwei Menschen im Raum sind dann ist das schon Theater weil der eine geht durch den Raum und der andere guckt ihm zu.

00:08:35: Wenn ich hier mit mir alleine spreche, spreche ich mit mir allein aber in dem Moment wo jemand anderes zuhört ist etwas entstanden.

00:08:45: Ist es nicht total faszinierend?

00:08:48: Was wenn wir die üblichen Muster auch von Gesprächen mit sich selbst oder anderen verlassen und ein klitzekleines Neuland betreten.

00:08:57: Ich erlaube mir noch mal einen Schluck Kaffee zu trinken, ja so wichtig wie ich es finde mit sich alleine zu sein und zu sprechen, zu schreiben, zu sinnieren.

00:09:13: Betrachte jetzt diesen Podcast in dem ich einfach auch mit mir alleine spreche als etwas Neues, ein neues Format in dem ich selber experimentiere.

00:09:21: Weil das ist etwas was mich als Horizonautin natürlich auch ausmacht und dass sich dafür sorge meinen eigenen Horizons stets und ständig zu erweitern.

00:09:31: Und das geschieht indem ich mir neue Aufgaben gebe oder mich in neue Kontexte begebe sowie dieses Gespräch mit mir selbst.

00:09:41: Ich liebe es zugleich mit anderen zur Sprechen.

00:09:43: Das sagte ich ja auch schon.

00:09:45: Aber das Gespräch neues Ding in meinem Leben.

00:09:51: Ja, dann passiert sowas wie dass ich überlege ist das hier noch interessant was ich mache?

00:09:56: Mag bis hierhin.

00:09:57: also wir sind jetzt bei minuten neun mag bis hier hin doch jemand zuhören.

00:10:02: ist das relevant oder ist es vielleicht auch eine kleine Senierstunde für sich selbst zu der Ich einlade?

00:10:09: Ich habe ja auch entschieden, dass mein Podcast keine bestehenden Anfangsmelodien hat.

00:10:14: Sondern dass ich das immer wieder freimache je nachdem wo ich gerade bin.

00:10:18: Ich habe auch entschieden nicht zu schneiden weil ich das unperfekte liebe.

00:10:23: Weil wenn ich sonst einen Podcast mache und es gibt eine kleine Unsicherheit und die schneide die raus dann hat sich ja das Gespräch schon wieder verändert.

00:10:30: also verändere ich meines Nicht durch die Technik.

00:10:35: Also ist es Unperfekt Wunderbar, also so wie das Leben.

00:10:42: Ja was ist interessant wenn ich mit mir selber spreche?

00:10:46: Was ist für mich selber interessant?

00:10:48: denke ich jetzt schon an die die zuhören?

00:10:50: Ein bisschen vielleicht.

00:10:52: Ich stelle mir vor wer ist der erste wer sich das anhört?

00:10:55: Was denkt denn dieser Mensch?

00:10:56: aber primär... Es ist ein Spiel mit mir selbst!

00:11:01: Ein Spiel nicht das Spiel wie ein Kind mit Bauglötzen auf dem Boden sitzen und faszinieren Stapel baut sondern Spielen im Sinne von Möglichkeiten zu entdecken.

00:11:12: Was gibt es noch?

00:11:13: Was gibt's noch zu entdicken, eine ganz zentrale Frage in meinem Leben was kann ich noch entdeck'n?

00:11:18: und das sind nicht die großen Dinge sondern auch die Kleinen.

00:11:21: was entdecke ich an diesem Tag?

00:11:25: was entdecke ich heute an dem Spaziergang den ich schon seit Jahren hier mache?

00:11:29: was ist heute hier wieder anders?

00:11:32: ja Was gibt es zu entdecken?

00:11:34: Welche Möglichkeit, welche Facette, welchen Aspekt darf ich noch betrachten wenn ich hier beginne mit mir selbst zu sprechen.

00:11:40: Und während die Spreche könnte ich Notizen machen und kritzeln und kratzeln was mehr alles durch den Sinn geht weil ich mal Zeit nehme, weil ich mich ernst nehmen, weil Ich mich ernst nehme mit dem Absichtslosen!

00:11:52: Ich habe einmal angefangen mit Arthur, Arthur Cremer ein absichtsloses Gespräch zu machen.

00:11:58: das war sozusagen der Beginn einer Idee von Podcasts Und das Absichtslose verfolgt mich sicherlich weiterhin.

00:12:07: Auch mit Daniela Sarrazin habe ich vor wenigen Tagen gesprochen und wir haben darüber geredet, wie wertvoll es ist, absichtslos in die Natur zu gehen einfach sich hineinzubegeben und so ist dieses Gespräch für mich auch absichtsloß.

00:12:23: Ich denke aber Es ist jetzt auch an der Zeit Es sind Kürze zu beenden und wieso oft zum Beispiel wenn ich ein Seminar gebe oder einen Gespräch führe ein Gespräch erlebe habe, ein Setting das ich mich zum Ende hin frage gibt es etwas was noch besonders wichtig ist?

00:12:40: Gibt es etwas, was noch bedacht beachtet oder erfasst werden möchte.

00:12:46: Ja!

00:12:48: Ich glaube unsere Welt wäre friedlicher wenn wir mehr mit uns selber reden würden und vor allen Dingen wäre sie friedlicher, wenn wir uns auch zuhören würden, uns hören sagen würden.

00:12:59: also wir würden uns hören Zuhören, während wir gesprochen haben.

00:13:08: Das heißt, wir kriegen Kontakt zum eigenen Wort und dann taucht die Frage auf – ist das stimmig?

00:13:13: Was ich sage?

00:13:14: Ist es konkurrent?

00:13:17: Wir hätten mehr Frieden!

00:13:20: Und ich komme ja aus der Speaker-Zumpf und verlasse sie gerade.

00:13:24: Ich denke, ich suche neue Formate wie ich meine Botschaft in die Welt tragen kann.

00:13:29: Meine Impulse, meine Gedanken... Und es ist nicht mehr, dass ich vor vielen Menschen spreche.

00:13:35: Sondern ich spreche jetzt hier vor mir.

00:13:36: Es ist von meinem eigenen Wort zu dem ich stehe und sitze.

00:13:40: wenn wir aber als Speaker, als Sprecher, als Spechende mehr mit uns sprechen würden um zuzuhören was wir anderen sagen würden wie auch erst einmal uns zuhören.

00:13:52: Es hat also etwas von Kur, von Reinigung, von Reflexion sich selber zuzohören.

00:13:58: Ich denke auch das dann Gespräche in Partnerschaften, Freundschaften Beziehungen, Familie einfacher wären wenn wir uns zuhören würden.

00:14:07: Und ich darf das sagen weil ich auch schon sehr viel Mist von mir gegeben habe und sehr viele Verletzten des sehr viel Unreines gesprochen hab Wenn die Impulsivität mit durchging und dafür ist es nochmal Zeit einen Schluck Kaffee zu trinken.

00:14:23: Ich liebe auch diese kleinen Geräusche.

00:14:25: Das hat was von Geborgenheit Und so hat dieses Gespräch auch Geborgenheit mit mir selbst.

00:14:31: Es fördert die Geborganheit mit mehr selbst, es fördert meine Selbstliebe und meine Selbstkenntnis.

00:14:37: Das ist ein Gespräch mit mir!

00:14:38: Ich nehme mir Zeit für mich – und wer da zuhören mag, dann bin ich ganz gespannt was daraus entsteht beim anderen.

00:14:47: In diesem Sinne beende ich jetzt erstmal dieses erste Gespräch Mit Mir selber.

00:14:53: Danke fürs Zuhören, danke fürs dabei sein Und danke dafür mir mitzuteilen, was das hier vielleicht mit dir oder ihnen gemacht hat.

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