Warum berühren, triggern oder irritieren uns manche Menschen - das Phänomen des Spiegelns - ein Gespräch mit Daniela
Shownotes
Am Ufer des Schaalsees sprechen Barbara Messer und Daniela Sarrazin über Spiegelungen – im Wasser und im Leben.
Menschen berühren uns, ziehen uns an, stoßen uns ab oder machen uns wütend. Doch was sehen wir wirklich? Den anderen – oder Teile unserer eigenen Geschichte, unserer Sehnsüchte und Schatten?
Die stille Wasseroberfläche wird zum Sinnbild für Projektion und Selbsterkenntnis.
Eine Folge über Schattenarbeit, innere Bilder und die Einladung, genauer hinzusehen – nicht nur auf den anderen, sondern auch auf sich selbst.
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00:00:01: Ja, dann fang mal an.
00:00:04: Also ich schau jetzt gerade auf den Schalsee im Gespräch mit Barbara und ich bin total begeistert von dem Spiegel.
00:00:14: also das Wasser spiegelt sich Und du sagst immer Ich bin die Stimme der Altmühle Ich liebe ja meine Altmühl wo ich immer wieder mit mir in den Fluss gehe.
00:00:27: Und wenn ich den Spiegel hier so betrachte, also das dem Wasserspiegel, dann inspiriert mich das zu dem Thema Projektionen.
00:00:38: Das ist gerade in meinem persönlichen Umfeld und auch im beruflichen Wirken, wobei ich ja nicht sage dass ich Beruf ausübe sondern ich wirke Aber in dem Feld merke ich das gerade ganz besonders intensiv.
00:00:55: Wie geht es dir denn da, Barbara?
00:00:57: Ja, ich finde es schön, dass du den See aufgreifst.
00:00:59: Wir sitzen ja am Schallsee.
00:01:01: Es ist der Dienstag nach Fingsten und das Wasser war eben glatt.
00:01:06: Und jetzt ist die Oberfläche schon wieder wellig, weil wir ein bisschen Wind haben.
00:01:10: In dem Moment, wenn da eine Unruhe auf dem Wasser ist, ist die Spiegelfähigkeit herabgesetzt.
00:01:16: Wenn ich das auf mich betrachte ... Wenn ich zum Beispiel im zwei Tage Führungskräfte Training habe, bin ich eine komplette Projektionsfläche.
00:01:25: Und hier ruhiger ich in mir bin, je mehr bin ich einer Projektions Fläche und die Menschen gucken mich an und sind eigentlich mit sich konfrontiert.
00:01:35: Umgekehrt ist es ja genauso!
00:01:36: Ich bin auch sehr am Moment aufräumen, immer im Leben Beziehungen betrachten, Muster betrachten... Das gibt es für mich, manchmal liegt das ja bei einem anderen Schatten und Spiegel.
00:01:50: Wenn ich mich über etwas aufrege bei jemandem dann weiß ich ist meins.
00:01:56: Mit zunehmender Reife wird das immer anstrengend da weil ich immer tiefer grabe.
00:02:03: aber wir sind in diesem Metier oder wir sind ja generell ein Spiegl für den Anderen.
00:02:10: Ja, für mich war mal ganz wertvoll Paola Molinari.
00:02:12: Die kommt ja aus München.
00:02:14: mit der hatte ich meinen Coaching in der Gruppe weil wir da Konflikte hatten und die hat mir dieses drei Ärgermodell vorgestellt.
00:02:20: also drei Gründe warum wir uns über jemanden ärgern.
00:02:22: so nenne ich das.
00:02:23: entweder spiegelt er oder sie meine Schattenseiten eher oder sie hat etwas was sich auch gerne hätte.
00:02:29: dass ist das Neid Thema.
00:02:30: das dritte ist er oder Sie weckt einen alten weggedrückten Schmerz.
00:02:34: Mit diesen drei Filtern Punkte kann ich eigentlich jede Situation auflösen.
00:02:39: Ich brauche nur Zeit und Ruhe, aber die Erkenntnis ist nicht mein Partner der mich zur Weißglut bringt.
00:02:47: Das bin ich!
00:02:51: Das ist für mich eine der Hauptsachen, die wir im Mensch dann zu lernen haben?
00:02:54: Ja.
00:02:56: Dann brauchen wir überhaupt auch nicht in ein Täter-Opferretter reinzugehen wo meiner Meinung nach unglaublich viele Leute drin sind.
00:03:02: ja weil es bequem.
00:03:04: also ich bin entweder der Retter oder ich bin das Opfer.
00:03:06: täter ist ganz gefährlich so.
00:03:08: also das brauche ich alles nicht weil Ich kann meine Hausaufgaben machen und wie er in unserer Zunft dass dem gesagt du wirkst.
00:03:16: Ich sehe das auch so, ich wirke.
00:03:17: Ich frage mich wo ich dienen kann, wo ich mich mit meinen Gaben oder meinen Möglichkeiten zur Verfügung stellen kann mit meinem Vermögen was vermarke ich zu tun und biete mich an als Spiegelfläche und die ruhiger.
00:03:29: ich werde gehe merke nicht fast schon manipulieren weil ich weit für den anderen ist dass jetzt total hart kommt was der wahrnehmen muss.
00:03:42: und wenn ich mir reinziehe worüber sich die Leute bei mir aufregen Das ist ja manchmal, dass ich muss in manchen Räumen, muss ich Barfuß arbeiten?
00:03:51: Sonst werde ich fahren sein.
00:03:52: Wenn ich nicht zumindest die Füße barfuß auf den Boden nehmen kann, dann fehlt mir die Erdung.
00:03:59: Dann gibt es da Menschen ... Da sehe ich schon die Denken innerlich... das kann man doch nicht machen!
00:04:05: Natürlich mache ich das, weil das ist die Frage wann bin ich in bester Form.
00:04:09: Das heißt jetzt nicht, dass Ich nachlässig bin mit bestimmten Dingen.
00:04:12: Ich denke schon, dass sich die Etikette entsprechend wahre wie der Setting.
00:04:16: Aber dann auch zu überlegen, womit provoziere ich eventuell etwas?
00:04:20: Wo?
00:04:21: ich denke das dient jetzt den Zielen oder der Erkenntniszielen oder den Lernzielen am meisten.
00:04:26: Also wo setzt sich zum Beispiel bewusst etwas, wo ich weiß ah es könnte für den anderen jetzt harisch werden.
00:04:32: Das kann nicht.
00:04:33: aber nur weil ich weiß wo ich mich drüber aufrege
00:04:37: ja und dass ist tatsächlich etwas wenn du das so schilderst im Seminar erden dich als Projektionsfläche zur Verfügung zu stellen, dann ist das natürlich im Wirken in unserem Setting, indem wir dafür gebucht werden.
00:04:54: Etwas was uns ja als Persönlichkeit, je nachdem in welche Rolle wir sind einfach auszeichnet weil dadurch kann ja Wachstum und Veränderung überhaupt erst stattfinden, was ja sonst nicht der Fall ist.
00:05:11: in dir auch fein sein, mit dir will ich gemocht werden von den anderen.
00:05:15: Oder ist das jetzt okay dass ich für die jetzt die Person non grader bin oder persona non grade?
00:05:24: Oder ist es so, dass ich auch aushalten kann, dass sie gerade nicht damit gerechnet haben, dass das so ist also aushalten können, Rahmen halten dafür In diesem Rahmen, in diesem Raum mit sich selbst eine Begegnung haben.
00:05:42: Und in dem Moment wahrscheinlich erst mal nicht mit dem Schönen.
00:05:45: aber wie ist das so?
00:05:47: Wie kann ich nicht wenn ich das Schöne haben möchte dass andere ausblenden?
00:05:51: wir sind nämlich beides
00:05:52: Ja das geht überhaupt nicht Aber dass es die gemocht werden wollen Falle Die verhindert meiner Meinung nach Ehrlichkeit.
00:06:03: Wir hatten heute ein schönes Führungskräftetraining, haben am Schluss den Sonnenkönig gespielt.
00:06:09: Und mit Fragen und eine Frage war eben von einer Teilnehmerin die vom großen internationalen Konzern kommt sie sagte was passiert wenn wir ehrlich sind?
00:06:19: Wenn wir nicht mehr gemocht werden wollen.
00:06:21: also wenn das nicht mehr unsere Falle ist und meine Antwort war dann kannst du endlich ehrlich sein und dann kannst Du vor allen Dingen endlich etwas voranbringen wofür du vielleicht auch in der Position da bist oder wo du in deiner Rolle.
00:06:33: Ich kann Dinge voranbringen, wenn ich nicht darauf mitbeschäftigt bin dass sich jetzt gemocht werde.
00:06:38: Ich beschäftige mich damit was ich bewirke aber ich will ja nicht gemoacht werden.
00:06:42: Ich weiß ja das im Großen und Ganzen mögen mich die Menschen weil ich sie auch mag.
00:06:46: Ich bringe auch Liebe in den Raum.
00:06:48: Aber wenn ich mich damit beschäftige dass sie gemochte wird dann muss ich ja ständig bremse ich mich ab.
00:06:54: Ja, und ich bin nicht kalkulierbar.
00:06:56: Weil ich finde... Ich bin als Führungskraft unkalkulierbärer wenn ich wie das Fähnchen im Wind nach diesen Befindlichkeiten agiere als wenn ich eine Klarheit habe und sage dafür stehe ich zur Verfügung.
00:07:08: Das ist meine Vorgehensweise, das ist meine Klarheit, das sind meine Transparenz.
00:07:13: Das mag dir jetzt vielleicht nicht gefallen aber es dient der Zielfindungen dem Prozess, dem Team wie auch immer.
00:07:21: Aber ich bin dadurch fair und ehrlich.
00:07:24: Ich bin dadurch verhaftet und transparent.
00:07:27: Und ich glaube, dadurch findet auch erst eine Entwicklung statt, weil ansonsten bediene ich alte Systeme, die dann erhalten bleiben.
00:07:38: Und künstliche Systeme zu erhalten, die eigentlich ausgedient haben ist nicht unser Job!
00:07:48: Und ich komme ja, was mich sehr geträgt hat aus der Pflege von Menschen mit Demenz.
00:07:53: Warum die nun Demenzkrank geworden sind?
00:07:54: Das lassen wir mal beiseite – das ist sicherlich auch ein Thema im System.
00:07:58: Aber das sind Menschen, die halten sich nicht mehr an Konventionen, weil sie so einen emotionalen Druck oder emotionales Erleben haben, weil Sie sich in der jetzigen Welt einer geschlossenen Station nicht zurechtfinden.
00:08:10: Also handeln die nach Emotion Die kommen auf dich zu und sagen, da bist du endlich.
00:08:15: Komm wir müssen jetzt los.
00:08:16: oder kannst du mich bitte zu meiner Mutter bringen?
00:08:21: Das ist den wichtig, dass sie das erleben was Sie gerade als Bedürfnis haben.
00:08:25: Das können Sie ja auch gar nicht mehr bewusst reflektieren häufig.
00:08:28: Die sind im Erleben und halten sich überhaupt nicht an Konventionen.
00:08:32: dann laufen die eben im Nacht hint noch über den Flur.
00:08:35: Dann würden andere sagen es würde los.
00:08:37: für mich sind das absolute Vorbild dafür.
00:08:40: wenn es um die Sache geht geht es um Und nicht, halte ich mich an die Konvention oder dass ich gemocht
00:08:49: werde.
00:08:49: Weil sie wollen
00:08:49: nicht gemoacht werden sondern sie müssen das ausdrücken was sie noch erleben müssen.
00:08:54: und viele und deshalb bringe ich das Beispiel.
00:08:56: Viele holen im Alter das nach was sie vorhin nicht aufgeräumt haben.
00:08:59: Ja ganzen Lebensthemen kommen hoch.
00:09:02: Das durfte ich früh lernen bei Erich Eriksen Ein Schüler von Freud, das war so eine Ausbildung.
00:09:08: Die sind dann eben vierundachtzig.
00:09:10: ich komme als Pflegekraft Schwanger in den Raum.
00:09:13: sie wirft den Stuhl nach mir und sagt hau ab du
00:09:15: schlampe
00:09:17: weil sie ihre Fehlgeburt abarbeitet so in der Art Das heißt die ist mit dem was ihr Leben lang nicht bearbeiten konnte beschäftigt.
00:09:24: deswegen auch zurück zu diesem.
00:09:27: Wir müssen die Dinge jetzt bearbeiten wenn Sie da sind sofern wir das gut hinkriegen.
00:09:32: Vieles kann man nicht immer Aber dann taucht das beim Gegenüber auf.
00:09:37: Diese Frau, was ich dir gesagt habe ... Die Situation hab' ich erlebt in der Schwangerschaft im Heim.
00:09:42: Ich hab sie komplett gespiegelt!
00:09:45: Ja... Ich hatte einen richtig schönen schwangeren Bauch und sie konnte ihr Kind nicht austragen.
00:09:51: Weil sie ... Also es hat ja ihre Vorgeschichte, dass sie eben eine Eileiter-Schwangerschaft hatte Und dann musste das Kind entfernt werden oder der Foto sozusagen Sie ist nie wieder schwanger geworden.
00:10:03: Ich habe sie komplett gespiegelt, ich hab mir etwas gezeigt was ihr nicht angucken wollte.
00:10:09: Das war für mich ein sehr krasses Beispiel.
00:10:11: deswegen ist die Pflege für mich immer wieder ein Fundus weil das da so Hardcore Geschichten sind und nicht mal eben so ein bisschen.
00:10:17: ach die ist jetzt aber schlanker als ich, die beneide ich oder so, es ist ja noch harmlos gegen große Lebensthemen
00:10:23: mehr.
00:10:24: Ja und deswegen ist dass wenn ich dir an der Stelle zuhöre auch eine eine große Herausforderung, wenn wir Menschen begleiten in solchen Situationen und Prozessen.
00:10:35: Dann brauchen wir dieses Wissen das was du in der Pflege bekommen hast was ich durch die Traumakeraportische Ausbildung bekommen habe Dass uns bewusst ist dass ne Reaktivierung von etwas Alten in dem Moment kommt Und dass es uns nicht gehört.
00:10:50: Das erlebe ich auch ganz viel Im moment bei Führungskräften Auch im privaten in dem Moment die Emotion da ist, sie in dieser Emotion gefangen sind so wie du es gerade geschildert hast von den Demenzerkrankten.
00:11:06: Dass Sie sich komplett wieder in diesem Zustand befinden, den sie damals hatten als diese Situation war und dass Du damit konfrontiert wirst aber in dem moment das einordnen kannst... Das ist jetzt tatsächlich eine Projektion auf mich!
00:11:24: Das gehört mir nicht dementsprechend darauf zu reagieren, wie wir es täten wenn wir das nicht wüssten.
00:11:33: Sagst
00:11:33: du den Satz bitte nochmal?
00:11:35: Der war sehr komplex zu mich!
00:11:36: Wie wir es teten, wenn
00:11:38: wir... Wenn wir es nicht wüsten also wenn ich nicht weiß dass das eine Projektion
00:11:42: ist dann
00:11:43: fühle ich mich womöglich angegriffen.
00:11:45: und dann kommt es zu der womöglich reine Hypothese zur Situation, dass daraus ein Streit entsteht aus diesem alten Thema heraus, was weder die eine Person noch die andere Person in dem Moment betrifft.
00:12:02: Eine so trennen sich auch viele Menschen.
00:12:04: Ja können wir ja mal als Beispiel nehmen und das ist glaube ich auch der Haupttrennungsgrund dass viele Sachen nicht aufgearbeitet werden alleine deswegen um eine liebevolle friedvolle Beziehung zu führen.
00:12:16: hier und jetzt lohnt es sich Coaching zu machen und sich die Projektionen anzuschauen weil Wenn wir Frieden in unseren Beziehungen zwischen Mann und Frau haben, dass wir dadurch eine ganz andere Gesellschaft haben.
00:12:32: Absolut!
00:12:33: Vor allem wenn ich weiß... Ich bin für meinen Frieden verantwortlich.
00:12:38: In dem Moment wo ich jemanden ablehne, bin ich im Unfrieden mit diesen Menschen oder mit dessen Verhalten Und dann am Ende mit mir weil es ist ja der Teil den ich mir nicht angucken möchte.
00:12:49: Ja das ist eines der größten Themen diese Kunst sich angucken zu können.
00:12:57: Für mich, also ich hatte die Ausbildung zur Ausbildungstrainerin für Suggestopädie.
00:13:03: Du machst als Suggestopede eine Grundausbildung und wenn du das dann weitergeben möchtest musst du noch eine Ausbildung machen als Ausbildungstrainerin.
00:13:12: Und da ging es ganz viel um Triggern, um Suggestion und Desuggestion.
00:13:17: Und für mich ist da dieses Feld aufgegangen der Desugestion.
00:13:22: Menschen kommen z.B.
00:13:23: mit Lernängsten ins Seminar oder auch ins Coaching, oder mit Ängsten ... Nee, will ich nicht!
00:13:29: Kann ich nicht?
00:13:29: Geht
00:13:29: nicht?!
00:13:30: Hab ich keine Zeit?
00:13:32: Aber du hast ja... Sie sind in diesen Vorwurfsketten, die sich installiert haben damit sie das Opfer sind und der andere der Täter.
00:13:39: Wenn bin ich aber im Seminar als Seminalleitung oder im Coaching Und wie kriege ich das hin, dass ich desugeriere dass ich ihnen einen Raum gebe, indem sie sich angucken können.
00:13:51: Dazu muss ich mich angeguckt haben und wir haben zum Beispiel wochenweise Feedback bekommen für Verhaltensweisen die wir loswerden wollten.
00:14:00: Also Fingertippeln in der Nase bohren Sprachwahl also in welcher Art und Weise spreche ich mit den Menschen?
00:14:06: Wir haben pro Woche so drei vier Pakete für uns gehabt wo wir gesagt Ich möchte auflösen dass ich zum Beispiel immer mit dem Bein wackele, was einige Menschen tun.
00:14:18: Wir kommen rein in die Woche und sagen, mein Bein waggelt die ganze Zeit wenn ich spreche bitte beobachtet mir und dann am Ende der Woche kriege ich Feedback wie viel ich das gemacht habe.
00:14:29: oder kann ich fürs nächste Mal überlegen warum usw.
00:14:33: Und dahinter steckt.
00:14:34: Ich nehme Verantwortung für das was ich ausstrahle als Lehrpersonen für das, was ich triggere bei anderen.
00:14:42: Nämlich dann kann ich wissen okay dass Verhalten von mir, dass sich Barfuß im Seminarraum wenn triggert Menschen die sich in enge Schuhe zwängen weil sie denken man muss das tun und das ist schick.
00:14:52: Und dieses finde ich total wertvoll sich damit zu beschäftigen.
00:15:00: zum erkennen des thematransparenz was strahle ich denn überhaupt aus?
00:15:05: Wo triggere ich?
00:15:07: Und will ich das triggern oder löse sich das mal ab, damit die Menschen zum Beispiel sich sicherer fühlen.
00:15:13: Damit der Unterricht nicht oder das Coaching nicht primär nur durch meine ausgesandten Trigger kaputt geht?
00:15:19: ja und das ist für mich und das habe ich in der schamanischen Arbeit auch gelernt dieses Thema transparent.
00:15:25: es ist dann transparent wenn ich sage ich erlebe gerade privat folgendes Bitte bedenkt, dass wenn wir heute den ganzen Tag zusammenarbeiten.
00:15:34: Dann mach ich transparent, dass sich vielleicht gerade ein Todesfall erlebt hat oder meine Katze gestorben ist.
00:15:42: Da hab' ich eine intensive Training gemacht online und habe auch gesagt, ich bitte berücksichtige, dass ich zwischendurch mal ... aber dadurch bin ich umso intensiver.
00:15:51: Das heißt ja nicht, dass mich deshalb nicht gut arbeiten kann.
00:15:54: Aber das Transparent zu machen, dann kann man... Dann ist es kein Spiegel mehr, dann ist es keinen Schatten mehr.
00:16:00: Sondern man kann das auf den Tisch legen und besprechen.
00:16:05: Da kommt mir aber auch wieder ein Gedanke der tatsächlich dahingehend für mich interessant ist welche Menschen kommen denn zu uns?
00:16:17: Weil diese Menschen die zu uns kommen, kommen ja vielleicht gerade weil du diese Situation erlebst!
00:16:25: weil tatsächlich du diese Situation mit der Katze oder dem Todesfall erlebt hast.
00:16:32: Das habe ich auch erfahren, nochmal so vielleicht abschließend für unser Gespräch, dass durch die Transparenz, durch die Ehrlichkeit andere einfach die Erlaubnis haben ihre Themen in die gleiche Richtung gehen, vielleicht auch mal anzusprechen und ich hab das schon oft erlebt, dass sich damit anderen die erlaubnis auch gebe sich einzugestehen, dass das etwas mit ihnen macht und dass das okay ist?
00:16:59: Ja.
00:17:00: Das können wir auch anhand von eigenen Beispielen.
00:17:02: Wir sind ja nicht so geboren wie wir jetzt sind sondern wir sind ja durch ganz viele Prozesse gegangen.
00:17:07: Das heißt ich kann hier auch ein Beispiel erzählen, wie ich etwas aufgelöst habe und wie gut es mir danach ging oder wie wertvoll das für mein Leben war oder wie schmerzhaft der Prozess auch war im Sinne, dass ich ermutige.
00:17:18: Für mich hat sich das gelohnt Für mich hat sich gelohnt, das Thema anzugucken.
00:17:23: Die Eingeständnisse sind das für mich ... Wir sind nicht die Superhelden überhaupt nicht, sondern wir sind die, die das vielleicht jetzt schon abgearbeitet haben.
00:17:33: Und ich glaube, dass macht auch aus meiner Sicht unsere Zunft aus.
00:17:38: Wer hat es für sich selber abgearbeitelt oder wer erzählt darüber?
00:17:43: Das sind zwei
00:17:44: verschiedene Paar Schuhe in meiner Welt und je mehr ich mich mit diesen Themen auseinandersetzen, desto demütiger.
00:17:54: Also ich finde demütig ist ein gutes Wort dafür dankbar.
00:17:58: das nächste Wort was mir dazu einfällt und Bescheidenheit und Einfachheit weil wenn ich so auf die letzten zwanzig Jahre meines Wirkens in dieser Branche schaue dann habe ich anders angefangen und ich brauche jetzt gar nicht mehr so viel.
00:18:17: Sondern für mich ist es so, dass ich mich als Lernende begreife und zwar ein Leben lang.
00:18:25: Ich finde das absolut schön, dass das so ist.
00:18:28: Ich möchte einen Leben lang lernen.
00:18:30: Das ist die
00:18:31: schönste
00:18:31: Aufgabe, die wir haben hier auf dieser Welt, dass wir uns selber kennenlernen.
00:18:38: Und ich finde es immer total spannend wenn Menschen sagen, ich kenne dich doch ganz genau!
00:18:42: Dann denke ich mir immer so, dann ist dir ja mehr bekannt als mich.
00:18:46: Weil ich lerne mich gerade in dieser Zeit auf eine neue Art und Weise auch kennen.
00:18:52: Und meine Klienten lernen sich auch auf ne neue Art oder Weise kennen – wie uns auch im Miteinander!
00:18:58: Die die sich auf den Weg machen haben eine Tiefe miteinander und eine Begegnung.
00:19:03: Ich glaube darum geht es.
00:19:07: Darum geht es, sich selbst zu begegnen.
00:19:09: Und das kann nicht gut ... Der einen Puls kann kommen, wenn ich mich in einem anderen Menschen finde oder sehe also dem Spiegel sowie der See.
00:19:22: Es gibt eine Geschichte.
00:19:23: die haben Heiko und ich diesen Winter gelesen.
00:19:25: Die Königstochte aus Erin von Barbara Bartos-Höppner ist ein Lieblingskinderbuch von mir.
00:19:30: Das haben wir als erstes gemeinsames Buch gelesen nachdem wir zusammengekommen sind.
00:19:34: als Paar Erzählt so ein bisschen die Geschichte von Umkönig Lieherum aus Irland.
00:19:42: Es geht sehr viel um Liebe und Beziehung, wie man miteinander sein kann.
00:19:47: Und es ist eine Protagonistin, die Greine.
00:19:49: Die steht in der Weihpurges Nacht später an einem See.
00:19:54: Der ist so still, dass sie eher antlitzsieht.
00:19:57: Dann guckt sich das Bild an und denkt was für ein schönes Mädchen dort im Wasser?
00:20:01: Das ist auch die andere Seite.
00:20:03: Wir können ja auch ... im Spiegel sehen.
00:20:09: Und das ist für mich auch etwas, dass kostet nichts außer sich das zu trauen oder zu überwinden.
00:20:15: Das sind so meine Einfachheit ja.
00:20:17: Es kostet überhaupt nichts.
00:20:18: aber nur die blicke ich jetzt auf das Schöne was ich sehen will nicht im Sinne von Ich mache mir was vor sondern auf das wahrhaftig Schönen und diese Spiegele und Schattenarbeit ist meiner Meinung nach die Essenz und ich finde mit zunehmendem Alter macht ihr immer mehr Spaß weil immer mehr los ist.
00:20:36: Die Prozesse werden immer tiefer.
00:20:39: Ja, sie werden tiefer weil wir wissen dass wir gestärkter aus dem Prozess rausgehen als wir reingegangen sind.
00:20:46: Und das macht absolut Spaß sich dem immer wieder neu zuzuwenden.
00:20:51: und ich glaube wer jetzt diesen Podcast hört der darf sich vielleicht auch eingeladen fühlen das mal zu erleben weil wenn ich das einmal erlebt habe dann weiß ich dass ich gestärkte heraus gehe als ich reingegegangen bin Und dass es sich lohnt, immer wieder eine Etage tiefer in sich hineinzutauchen.
00:21:12: Ja das ist ein schöner Schlusssatz.
00:21:17: Es lohnt sich immer wieder einer etage tiefe in sich hinabzusteigen und zu schauen was es dort zu entdecken gibt.
00:21:27: Dankeschön Daniela
00:21:28: Sehr gerne.
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