036: Liebe ist sichtbar (Paargespräch)
Shownotes
SHOWNOTE
Kann man Liebe sehen?
Kann man sie spüren, noch bevor ein Paar etwas über sich erzählt?
Barbara und Heiko sitzen am Morgen zusammen. Im Hintergrund läuft ein Rasenmäher. Statt ihn als Störung zu betrachten, nehmen sie sein Schnurren in ihr Gespräch auf. Vielleicht beginnt Liebe genau dort: in der Art, wie wir das betrachten, was gerade ist.
Am Tag zuvor waren sie am Schaalsee. Sie sprangen gemeinsam vom Bootssteg ins Wasser, zählten auf Russisch ein und wurden von einer fremden Frau mit Applaus begleitet. Später kam diese Frau mit einem selbst gepflückten Strauß zurück, überreichte Barbara eine Schafgarbe und fragte:
„Sind Sie frisch verliebt? Sie strahlen das so aus.“
Aus diesem Moment entsteht ein Gespräch über die sichtbare und spürbare Kraft von Liebe.
Barbara und Heiko sprechen darüber, wie sie einander anschauen, berühren und ihre Verbindung auch im Alltag nähren. Sie erzählen aber ebenso von schwierigen Situationen, von alten Mustern, Hilflosigkeit und Momenten, in denen einer gehen oder den anderen wegschicken möchte.
Liebe bedeutet für sie nicht, dass es keine Irritationen gibt.
Liebe zeigt sich darin, wie sie danach wieder zueinanderfinden.
Sie sprechen über:
– Liebe als sichtbare Strahlkraft – Berührung und Augenkontakt – das Lösen alter Muster – Streit ohne bleibenden Vorwurf – Nähe als bewusste Entscheidung – die Liebe zu Orten, Menschen und Tätigkeiten – das Vermissen und die Freude am Zusammensein – die Frage, ob wir uns trauen, Liebe öffentlich zu zeigen – und den Satz: „Männer, die ihre Frauen lieben, nehmen ihre Hand.“
Eine Folge über Liebe als Haltung.
Über das Ernstnehmen der Verbindung.
Und über die Möglichkeit, auch das Unbequeme, Laute oder Schwierige mit Liebe zu betrachten.
Vielleicht ist Liebe nicht nur das, was zwei Menschen füreinander empfinden.
Vielleicht ist Liebe auch das Feld, das um sie herum entsteht – und das andere Menschen längst wahrnehmen.
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