An das Gute glauben

Shownotes

In dieser Episode geht es um das Gute im Menschen – und darum, warum es sich lohnt, daran zu glauben.

Wir leben in einer Zeit der Vergleiche und Selbstoptimierung. Viele Menschen spüren Druck, funktionieren zu müssen, erfolgreicher, fitter oder besser zu werden. Doch zugleich wächst die Angst, das eigene Potenzial wirklich zu leben.

Barbara Messer erzählt aus ihrer Arbeit als Pflegefachkraft und Begleiterin von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sie spricht über Lebensfreude trotz Einschränkung, über das Sehen von Möglichkeiten und darüber, warum manchmal schon das Nicht-Aufgeben ein großer Erfolg ist.

Besonders berührend ist die Erinnerung an einen Satz ihrer Mutter:

„Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich jemanden traf, der keine Füße hatte.“

Ein Gedanke über Demut und Perspektive – nicht als Schönreden des Lebens, sondern als Einladung, das Gute im Vorhandenen zu entdecken.

Leitfragen dieser Folge:

• Wo übersehe ich mein eigenes Potenzial? • Welche Gaben trage ich vielleicht längst in mir? • Wem könnte ich heute durch Vertrauen und Glauben an seine Möglichkeiten Kraft schenken? • Und was verändert sich, wenn wir beginnen, Menschen nicht nur nach ihren Grenzen, sondern nach ihren Möglichkeiten zu betrachten?

Eine Episode über Menschlichkeit, innere Größe und den Mut, an das Gute zu glauben.

Transkript anzeigen

00:00:11: Warum es sich lohnt, an das Gute in einem Menschen zu glauben?

00:00:27: Heute möchte ich über Das Gute im Menschen sprechen und darüber warum es sich wohnt daran zu glauben.

00:00:34: Manchmal habe ich das Gefühl dass wir in einer Gesellschaft leben in der es immer darum geht besser zu sein, sich zu vergleichen und Fehler zu verstecken.

00:00:46: Wir sprechen nicht gerne über unsere Schwächen, über was nicht gelungen ist.

00:00:51: Auf der anderen Seite erleben wir einen regelrechten Kult der Selbstoptimierung.

00:00:56: Jeder soll das Beste aus sich herausholen, erfolgreich fit produktiv immer eine Version besser als gestern.

00:01:05: doch genau das macht vielen Menschen Angst.

00:01:09: was wäre wenn sie wirklich ihr Potenzial leben würden?

00:01:13: Was wäre wenn Sie ihre Gaben wirklich nutzen würden?

00:01:16: Gaben die vielleicht weit über Ihre bisherigen Scheuklappen und Horizonte hinausgehen.

00:01:23: Das klingt verlockend, aber es erfordert Mut!

00:01:26: Es bedeutet über den eigenen Schatten zu springen die Scheuklappen abzulegen.

00:01:32: Es bedeutet sich ehrlich zu fragen wer bin ich wirklich?

00:01:36: Was kann ich wirklich?

00:01:38: was liegt jenseits der Grenzen die Ich mir selbst gesetzt habe?

00:01:44: für mich als Pflegekraft die fünfzehn Jahre mit alten Menschen gearbeitet hat ist diese Frage immer präsent gewesen.

00:01:51: Ich habe in meinem Alltag ständig das Potenzial an Menschen gesehen, oft dort wo andere es längst übersehen hatten.

00:02:00: ich habe Menschen erlebt die seit drei Jahren oder auch länger ihr Bett nicht verlassen haben.

00:02:07: Menschen die im wahrsten Sinne ans Bett gefesselt waren und dennoch voller Lebensfreude.

00:02:15: Diese Erfahrungen haben mich tief geprägt.

00:02:18: Es hat mir gezeigt, dass ein Mensch oft viel mehr vermag als wir ihm zutrauen.

00:02:24: Es geht dabei nicht um die großen lauten Erfolge, nicht um Porsche fahren oder vom Zähner springen – das war damals für mich ein wichtiges Ziel, als ich im Schimpfer ein war.

00:02:37: Manchmal reicht es sich nicht aufzugeben.

00:02:41: Manchmal ist allein das Überleben eine Erfolg.

00:02:45: Für mich als Barbara Als Horizonautin ist es eine meiner Kernaufgaben, das Potenzial in jedem Menschen zu sehen.

00:02:53: In meinen Trainings-, meinem Coaching-, meinen Vorträgen versuche ich genau das – Menschen daran zu erinnern, dass sie in sich selbst viel mehr haben als Sie oft glauben.

00:03:05: Manchmal ist das größte Geschenk, dass wir einem Menschen machen können an ihn zu glauben und ihm zu sehen wie er wirklich ist oder wie wir eben meinen, wie er sein Potenzial zu erkennen, selbst wenn er es gerade nicht sehen kann.

00:03:21: Wenn er es selber nichts sehen kann auch in dem was er vielleicht blöd findet etwas Gutes zu finden.

00:03:29: Ich habe hier eine persönliche Geschichte über Demut.

00:03:33: Dieses Geschenk das gute im Kleinen zu erkennen habe ich auch von meiner Mutter.

00:03:39: Als sie gestorben ist habe ich in ihrem Zimmer einen kleinen Zettel gefunden Ein Notizzettel den Sie an ihre Tür gehängt hatte.

00:03:48: Darauf stand ein Satz, der mich bis heute begleitet.

00:03:51: Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich jemandem traf, der keine Füße hatte.

00:03:57: Stell dir mal vor was das für eine Kraft hat!

00:04:00: Dieser kleine Satz erzählt von Demut und Demut ist eine unglaublich starke Kraft.

00:04:07: sie lädt uns ein des Gutes zu sehen auch dann wenn es gerade nicht leicht fällt.

00:04:12: Nicht im Sinne von alles ist toll sondern im Sinne Was ist das Gute in dem, was da ist?

00:04:19: Was kann ich aus dem, dass ich gerade habe machen.

00:04:23: Wie kann ich das, was mich vielleicht herausfordert verwandeln?

00:04:28: Die Einladung des Gutes zu sehen?

00:04:30: und vielleicht magst du heute darüber nachdenken wo in deinem Leben gibt es Potenziale die du noch nicht siehst.

00:04:38: Gibt es etwas, das du bisher nur als Herausforderung gesehen hast, das aber vielleicht auch ein Geschenk in sich trägt?

00:04:45: Gibt es jemanden in deinem Umfeld, an den du glauben könntest?

00:04:49: Einfach weil er es verdient hat.

00:04:51: Dass jemand an ihn glaubt!

00:04:53: Wir alle tragen Gaben in uns manchmal versteckt, manchmal ungenutzt.

00:04:58: Manchmal brauchen wir jemanden der sie in uns sieht bevor wir sie selbst erkennen und manchmal dürfen wir genau das für andere sein – Der Mensch, der an das Gute glaubt.

00:05:10: Denn wer weiß, wie viel wir alle bewirken können, wenn wir das Gute in uns und den anderen sehen.

00:05:17: Und wenn wir es auch leben!

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